Seagate kündigt externe WLAN-Streamingfestplatte GoFlex Satellite als “Hosentaschenserver” für iPad und Android mit 500 GB Speicher und USB 3.0 für bis zu 5 Stunden Dauerbetrieb an


Die ersten News tröpfelten via Twitter im voraus, dass Seagate eine batteriebetriebene Festplatte mit WLAN für iOS-Geräte auf den Markt bringen werde. Jetzt stehen die technischen Daten fest: Die in einem silber-schwarzen Gehäuse untergebrachte 500 GB-Platte fungiert als WLAN-n-Server und streamt Musik, Fotos, Filme und Dokumente auf iOS-Geräte mit Hilfe der kostenlosen englischsprachigen App GoFlex Media. Die knapp über 267 Gramm leichte GoFlex wird mit Hilfe eines mitgelieferten USB 3.0-Kabels via Mac oder PC befüllt. Die Lithium Polymer Batterie soll 25 Stunden im Stand-by-Modus durchhalten sowie 5 Stunden im Dauerstream-Betrieb bei einem verbundenen iPad oder iPhone. Seagate verspricht die gleichzeitige Verbindung von bis zu drei Geräten, was aber zu einer geringeren Laufzeit führen soll. Product Manager Greg Falciano spricht von ca. 3,5 bis 4 Stunden bei drei iOS-Clients. Dabei nutze man die Möglichkeit,die Filme temporär für die Wiedergabe zunächst auf dem iPad/iPhone/iPod zwischenzuspeichern und die Platte danach in den Ruhezustand zu versetzen. Seagate nennt das „Progressive Download“.

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Im Gespräch mit Tablet-profi.com erläutert Falgiano weitere Features. Die SATA-Platte hat Seagate besonders gegen Erschütterungen geschützt, unter anderem durch einen Beschleunigungssensor. Filme würden durchgehend ruckelfrei wiedergegeben, auch wenn man die Platte im fahrenden Auto auf das Armaturenbrett legt oder sie im Gehen in der Hostentasche verstaut. Da ein SATA-Anschluss von den Standard-Spezifikationen nur für 50 Steckvorgänge ausgelegt sei, habe Seagate den Anschluss der Platte mit zusätlichen Metallscharnieren versehen, um ungefähr 5000maliges An- und Abstecken zu ermöglichen. Die Batterie sei nicht austauschbar verbaut worden, um das Gehäuse nicht zu dick werden zu lassen.

Der Verkaufsstart und die Preise für Europa stehen noch nicht genau fest, sollen aber bei etwa 200 Euro liegen (unverbindliche Preisempfehlung). In USA sind ab sofort Vorbestellungen möglich bei Auslieferung in etwa zwei Wochen. Für Europa strebe Seagate den August an.

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Nutzer anderer mobiler Geräte z.B. mit Android verwenden statt einer App den Webbrowser ihres Gerätes. Zum Verkaufsstart in Europa soll es aber auch Android-Apps für Smartphones und Tablets geben.

Zum Lieferumfang gehören neben der 2,5-Zoll 500-GB-Festplatte USB-3.0-Kabel, Ladekabel und Stecker gehören ein Autoladekabel, Synch-Software für Mac und PC sowie ein Paragon-NTFS-Treiber für Mac OS X zum Lesen und Beschreiben der mit NTFS formatierten Platte.

Das USB-Ladegerät eignet sich auch für das Aufladen anderer USB-Geräte wie dem iPad selbst.

Für die WLAN-Verbindung ist eine WPA-Verschlüsselung möglich.

Künftige Firmware-Updates werden die Funktionalität des GoFlex Satellite erweitern, z.B. um via DLNA Content im eigenen Heimnetzwerk zu streamen. Zudem sei bereits eine zweite WiFi-Antenne eingebaut, aber noch nicht aktiviert, um beispielsweise als Hotspot zu dienen. Das werde man ebenfalls mit einem kostenlosen Firmware-Update ermöglichen.

All das hat Seagate auf einer Presseveranstaltung in München bekanntgegeben.

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Test: Ein Meter – Ein Kilo! Der iPad-Killer ist da: 42-Zoll-Tablet Goliath von Microsoft – Tabletprofi enthüllt David-Modus – Hersteller ist Nokia


„Think bigger, spend less” ist das Motto des 42-Zoll-Tablets, mit dem Microsoft völlig überraschend mit eigener Hardware in den Tabletmarkt einsteigt. Das Display mit Ein-Meter-Diagonale ist mit einem finnischen Plasmagas gefüllt, so dass das Gerät trotzdem nur 1,2 Kilo wiegt. Mit 580 Euro ist der Goliath zudem ein echter Preiskracher. Im Laufe des Tages soll der Verkauf zunächst in Berlin und Redmond starten.

Zu den weiteren Funktionen von Goliath zählen neben dem üblichen 3G-Modem, Gyroskop, Beschleunigungs- und Lichtsensor und Online-GPS auch ein Offline-Navi. Mit einem Schalter auf der Rückseite lässt sich eine Hälfte des Bildschirms als Induktions-Kochfeld nutzen (in der Meldung schreibt Microsoft irrtümlich Glaskeramik, sie befindet sich am Ende des Artikels), während in der anderen Hälfte Solarzellen den zusätzlichen Strom saugen und Kochrezepte anzeigt werden. Ist das Mahl fertig, fährt man die vier im Rahmen verborgenen Glasfieberstäbe aus und nutzt Goliath als Tisch.

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Größter Nachteil wird in den nächsten Wochen sein, dass der Windows Marktplatz in den ersten Monaten nur Mittwochs und Samstags geöffnet sein soll. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass für die tägliche Verfügbarkeit ein BIOS-Update nötig sei, das den Dauerbetrieb freischalten wird. Befindet sich der Nutzer aber gerade in Berlin Kreuzberg werde man eine Sperrstunde aufrechterhalten.

Tabletprofi enthüllt: Geheime Tastenkombination schaltet in David-Modus um

Übrigens haben wir das in der offiziellen Mitteilung verschwiegene Überraschungs-Ei entdeckt und enthüllen es hier exklusiv: In der allgemein Goliath Edition von Windows 7 ist eine Geheimfunktion eingebaut: Mit der schnell getippten Tastenkombination iPad2 lässt sich das Gerät auf einen 10-Zoll-Monitor zusammenklappen – und da in diesem Modus weniger Plasmagas gebraucht wird, reduziert sich zugleich das Gewicht auf Schulkinder-freundliche 530 Gramm – da ist der David im Goliath schon eingebaut.

Tochter, Schulfreunde und Lehrer begeistert

Meine vierzehnjährige Tochter konnte sich im zweiwöchigen Vorabtest von den Qualitäten überzeugen: “Meine Schulfreundinnen müssen sich nicht mehr den Kopf verrenken, wenn sie bei mir abschreiben wollen. Das Display ist so groß, dass sie selbst zwei Reihen hinter mir noch alles gut erkennen können. Unsere Lehrer sind begeistert, dass sie jetzt noch mehr gute Noten vergeben können. Und wir hatten schon befürchtet, dass sie mich in die letzte Reihe umsetzen würden.”

Die Hardware kommt von Nokia

Hersteller ist Nokia, wo CEO und Ex-Microsoftie Stephen Elop anders als bisher öffentlich bekannt bereits seit 1.4.2009 als stiller Mehrheitsgesellschafter das Zepter führt, um unbeachtet von der Öffentlichkeit die Fertigstellung des Gerätes pünktlich zum 1. April 2011 voranzutreiben.

In Kürze Goliath 2 für Diplomaten

Um in einer Feuerwehr-Aktion noch den amtsweiten Einsatz von Apple-Geräten zu verhindern, plant Microsoft bereits eine Diplomatenvariante des Goliath. Der Diplo-Goliath verfügt zusätzlich über Echtzeit-Übersetzungs-Apps, einen Kleider-Knigge und ein Spezialnavi mit der Liste aller Botschaften und Residenturen. Highlight wird der Fernabhör-Modus, mit dem Regierungsgespräche aus Nachbargebäuden erfasst werden können. Der mitunter kompromittierende Einsatz von Maulwürfen kann entfallen, und zur Arbeitserleichterung bietet das Gerät exzellente Sprachqualität und die automatische Übersetzung und Umwandlung in schriftliche Protokolle. Einen aufsehenerregenden ersten Tarneinsatz hat der Diplo-Goliath vor den Hauptstadtjournalisten in der Bundespressekonferenz bereits erfolgreich absolviert.

Hier nun der komplette Text der Pressemitteilung von Microsoft mit weiteren Details

Microsoft steigt mit dem Goliath in den umkämpften Tablet Markt ein. Schon ab dem 3. Quartal 2011 soll der neue Tablet PC in den Vereinigten Staaten und auf dem europäischen Markt zum Verkauf stehen. Das mit seinem 106,68 cm / 42 Zoll großen Display eindrucksvolle Gerät bietet eine Highend Video- und Audio Performance, eine handliche Bedienung und verfügt unter anderem über zwei Videokameras, GPS, sechs USB-Steckplätze und eine praktische Hotplate-Funktion.

Der preiswerte Goliath wird das erste Produkt aus Microsofts neuer Kampagne „Think bigger. Spend less.” sein.
Die perfekte Verschmelzung von Design, Performance und Sicherheit macht den Goliath von Microsoft aus. Der mit dem neuesten Windows Betriebssystem ausgestattete Tablet PC verfügt mit seinem eingebauten Dolby Pro Logic II Soundsystem und mattem Farbdisplay über kinoreife Audio- und Videofunktionen. Zusammen mit seinen leistungsstarken Hardware-Spezifikationen setzt der Goliath im Highend Tablet Segment neue Maßstäbe. Um dem Verbraucher eine größere Auswahl zu bieten, wird der Goliath von Anfang an sowohl in den Farben Grau und Senfgelb als auch in einer Camouflage Deluxe Sonderedition erhältlich sein. Aufgrund seiner robusten Bleilegierung und des Kevlar-verstärkten Displays bietet das Tablet auch in politisch turbulenten Zeiten sicheren Datenschutz. Trotz seiner Größe wiegt der Tablet nur rund 1200 Gramm. Ermöglicht wird dies durch den innovativen Plasmabildschirm der mit speziellem Plasmagas gefüllt dem Gerät Auftrieb verleiht und sein Gewicht auf etwa 1/10 reduziert.

Außergewöhnliches Tablet-Erlebnis im 32:18 Format

Bei der Entwicklung des neuen Tablets wurde der Fokus ausdrücklich darauf gelegt, dem Nutzer ein extrem übersichtliches und gleichzeitig anspruchsvolles Tablet-Erlebnis zu ermöglichen. Für das 42 Zoll große Display wurde ein neues Videoformat entwickelt, dass mit einer Bildschirmaufteilung von 32:18 einen noch größeren Bildausschnitt bietet. Das Display bietet neben über 30 simultanen Berührungspunkten und einer praktischen Steuerung mit dem Handballen auch zum ersten Mal die Möglichkeit, die Füße zur Tablet-Steuerung einzusetzen. Vor allem für Tanz- und Sportspiele eröffnen sich so völlig neue Interaktionsmöglichkeiten. Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, ist zuversichtlich, mit dem Goliath mehr als eine Marktlücke abzudecken: „Allein durch die Maße des Goliath eignet er sich wenig zum Nischenprodukt.” Eine Einschätzung die viele Marktanalysten und Psychologen teilen: „Der bisherige Trend zur Miniaturisierung bei Endgeräten hat als Nebeneffekt, dass Statussymbole einfach übersehen werden können. Microsoft  setzt nun einen deutlichen Kontrapunkt.” Dies werde den Markterfolg zusätzlich beflügeln.

Gut ausgestattet und schnell verbunden

Der neue Microsoft Tablet PC wird standardmäßig mit High-Speed-UMTS (3G) ausgeliefert. Zu den weiteren Merkmalen zählen ein eingebautes Gyroskop, ein Beschleunigungssensor, eine 20 Megapixel Kamera auf beiden Seiten des Tablets, sowie eine externe GPS-Funktion in Form eines Sextanten, der in einem extra Stauraum auf der Unterseite des Tablet aufbewahrt wird und damit auch offline eine sichere Navigation gewährt. Um immer und überall empfangsbereit zu sein, verfügt der Goliath über eine ausziehbare Antenne und greift auf einen speziell für diese neue Tablet-Generation in die Umlaufbahn geschossenen Turbo-Satelliten zu, der selbst im australischen Outback eine 5MB Standleitung garantiert.

Für alle Eventualitäten gerüstet

Microsofts Goliath ist der Vorstoß in ein neues Zeitalter der Praktikabilität. Ein Beispiel dafür ist der ausklappbare Getränkehalter an der  Unterseite des Tablets, der mit seinem verstellbaren Griffring sowohl die schlanke Softdrinkdose als auch den 1,5 Liter Becher des Maximenüs sicher hält. Vier ausziehbare Stäbe an den Eckpunkten des Tablets transformieren das technische Allzweckgerät im Handumdrehen zu einem praktischen Esstisch. Die polykristallinen Silizium-Solarzellen an den Außenseiten als alternative Energiequelle dienen darüber hinaus als Antrieb für die umweltfreundliche Hotplate-App, die das ins Display integrierte Glaskeramik-Kochfeld nutzt, auf der die Nutzer schnell und einfach leckere Mahlzeiten zubereiten können. Weitere zweckmäßige und ungewöhnliche Apps werden schon bald in den neu eröffneten analogen App-Stores in jeder größeren Stadt erhältlich sein, sowie auf dem Windows Marktplatz, der immer Mittwochs und Samstags geöffnet sein wird.

Weitere Informationen und Bildmaterial

Ansprechpartner Microsoft
Till Eulenspiegel, Prank and Gadget Manager Consumer

Großer Ausverkauf des WeTab bei Amazon und Otto: Vorboten der Preiskämpfe bei der iPad-Konkurrenz – oder wegen Vorbereitung auf WeTab 2?


Es wäre ja nichts Neues, wenn ein Hersteller nach einem großen CeBIT-Auftritt plötzlich in der Versenkung verschwände, ich erinnere nur an Flybook. Die Taiwanesen hatten mir gegenüber vor mehr als einem Jahr einen Nachfolger für das V5 aus der Reihe der Mini-Tablets versprochen, es sollte ein Flybook V6 kommen – mit HDMI, neuesten Intel-Prozessoren und das alles ganz “soon”, recht bald. Bis heute ist nichts draus geworden. Die Website ist lange nicht mehr aktualisiert worden. In den Jahren davor hatten die italienischen Vertriebsleute noch auf CeBIT-Riesenständen mit Schönheitswettbewerben und Modenschauen geprotzt.

Nun kostet das WeTab plötzlich nur noch die Hälfte, 250 statt 500 Euro. Angesichts des vermasselten Starts des WeTabs wird noch immer gerne gleich das Schlimmste vermutet, obwohl mit Helmut Hoffer von Ankershoffen einer der großen Schadensverursacher von Bord ist. So wird selbst in der treuen WeTab-Community das Gerücht einer WeTab-Pleite verbreitet. Doch bei WeTab versichert man mir auf Anfrage ruhig und sachlich: “Wir sind nicht pleite, uns geht es gut!”

Was ist passiert? Das 11-Zoll-Finger-Tablet WeTab kostet bei Amazon und Otto derzeit weit weniger als die ursprüngliche Preisempfehlung. Die beiden Händler liefern sich geradezu eine Preisschlacht. Meines Erachtens gilt: Der Preisverfall beim WeTab eine Anpassung an die Marktverhältnisse und ein vorzeitiger Abverkauf am Ende eines Produktzyklusses. Gleiches gilt im Übrigen für die erste Generation des Samsung Galaxy Tab. Auch diese Samsung-Tablets kosten bei weitem nicht mehr die vom Hersteller gewünschten 700 Euro.

Die Ramschaktionen von Amazon und Otto sollen auf brachiale Art die Lager leeren und senden meines Erachtens ein für alle sichtbares und aus Hersteller- und Händlersicht schockierendes Signal: Den Preisdruck, den das iPad 2 mit seinen 480 Euro für das kleinste Gerät ausgelöst hat, lassen die ersten Händler zum Preisdumping eskalieren. Die Kunden freut’s.

Und das WeTab selbst? Meine persönliche These aufgrund diverser Eindrücke und Gespräche, unter anderem auf der CeBIT Anfang des Monats: Ja, es wird ein zweites WeTab, ein WeTab 2 geben. Leichter, schneller, mit neuesten Atom-Prozessoren von Intel.  In Sachen WeTab aber werden wir in nicht allzu ferner Zeit Neues hören.

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u.a. via Golem

Website WeTab (deutsch), WeTab (englisch), Datenblatt/Data Sheet (PDF)

Website 4tiitoo

Asus: Werbevideo des Eee Slate EP121 mit ArtRage als Malprogramm (Update)


Wer sich wundert, warum Windows-Tablets im Privateinsatz keine Megaseller sind, findet hier einen weiteren Beleg: Microsoft hat in seinem YouTube-Kanal WindowsVideos einen Werbespot von Asus veröffentlicht, in dem mit Eee Slate EP121 als Maltafel für Kinder geworben wird (siehe unten). Davon abgesehen, dass das Gerät für kleine Kinderhände eher zu groß und viel zu schwer ist (12-Zoll-Schirm und knapp 1,2 Kilo Gewicht) und der Tablet mit knapp 1000 Euro auch nicht zu den preiswerten Geräten gehört, führt das gezeigte Beispiel mit „Kindchen, mal‘ doch auf dem Tablet, dann bleiben auch die Wände daheim weiß“ ein wenig in die Irre.

Denn das gezeigte Malprogramm ArtRage liefern weder Microsoft mit Windows 7 noch Asus mit dem Eee Slate EP121 als vorinstallierte Software mit. ArtRage kostet je nach Version zwischen 16 und 70 Euro. Das Programm selbst ist ein durchaus gutes Beispiel für nützliche Stift- und Finger-Tablets und sehr zu empfehlen, da es zahlreiche Pinsel und Funktionen für Anfänger und Fortgeschrittene bietet. Zu den unterstützten Plattformen zählen neben Windows auch Mac OS X und iOS (für das iPad).

ArtRage lief auch auf dem Demogerät auf der CeBIT. Von mir darauf angesprochen, ob man es mit dem Eee Slate dazubekomme, meinte der Promoter nur etwas patzig, dass man das extra kaufen müsse. Schade, wer das Gerät später mal erwartungsvoll auspackt erlebt so unnötigerweise seine erste Enttäuschung. Wenn Microsoft und Asus ihren Job gut machen wollen, ist ein Programm wie ArtRage wenigstens in einer Demoversion vorinstalliert.

[Update]

Laut Kommentator Kai-Jürgen Lietz ist ArtRage doch vorinstalliert, weder Asus (hier die englische Produktseite) noch z.B. Amazon weisen darauf hin. Damit hat sich das mit der Irreführung erledigt, schwach bleibt, dass auf das Programm nicht hingewiesen wird.

[/Update]

ArtRage statt Paint

Fujitsu steigt für seine Windows 7-Slates auf Intel Atom um – Stylistic Q550 auf der CeBIT 2011 – Stylistic ST-Serie läuft aus – Android-Slate wird erwogen – Konkurrenz für Motion Computing CL900


Schon die Namensgebung des neuen Stylistic Q550 ist ungewöhnlich, beginnen die Stylistic-Modelle doch bisher mit ST. Aber die alte Stylistic ST-Serie ist mit dem ST6012 an ihr Ende gekommen. Das hat Manager Michael Melzig auf der CeBIT gegenüber Tabletprofi.com mitgeteilt. Wenn ich die Zwischentöne im Gespräch auch ohne offizielle Bestätigung richtig deute, wird auch bei Fujitsu ein Slate mit Android zumindest erwogen. Dafür ist allerdings erst die Business-Tauglichkeit von Android sicherzustellen, Google ist offenbar noch nicht weit genug, als das Firmen aktiv nachfragen.

Doch weiter mit dem Stylistic Q550. Der Finger- und Stift-Tablet ist also nicht mit einem Notebook-, sondern wie der mehr oder weniger direkte Konkurrent CL900 von Motion Computing mit einem Intel Atom Prozessor aus der Oak Trail-Familie ausgestattet, sprich einer CPU aus der Netbook-Klasse.

Fujitsu_Stylistic_Q550

Die Vorstellung des Stylistic Q550 geriet unverdient kurios, war sie doch in eine in hohem Maße unspektakuläre Pressekonferenz des neuen Fujtsu-CEOs Rolf Schwirz eingebettet, der das Gerät vor einer Volltext-Powerpoint-Folie mal kurz hochhielt, USB- und HDMI-Anschlüsse sowie Speicherkartenslot und austauschbaren Akku pries sowie die Sicherheitsfeature und die nahtlose Enterprise-Integration dank Windows 7.

Bei der Demo mit Michael Melzig lag das 870 Gramm leichte Gerät angenehm in der Hand, auch dank einem silberartigen Anti-Rutschlack auf der Rückseite des Gehäuses. Optisch erinnert es etwas an die alten Motion Computing Slates M1400. Die Stylistic-typischen samtartigen Felder hat der Q550 nicht mehr. Auf der Vorderseite glänzt kein Bildschirm, da das 10,1-Zoll-Display (1280×800 Auflösung) matt ist.

Anpassungen für Fingerbedienung

Fujitsu hat erkannt, dass dank des iPads die Benutzer bei Slates nun ein ähnlich schnelles Startverhalten erwarten und arbeite mit Microsoft an einem angepassten Startverhalten von Windows, so dass möglichst viele Dienste möglichst spät gestartet und das Gerät möglichst schnell zur Anmeldung bereit ist.

Der von Fujitsu entwickelte Startbildschirm ist für Fingerbedienung vorgesehen und soll zum Starten von Standard- sowie Firmenanwendungen dienen, beispielsweise für Kunden, für die Fujitsu die Programme an die Fingerbedienung anpasst.

Auf der CeBIT 2011 ist der Slate in Halle 2 auf Stand B38 zu finden (weitere Tablets auf der CeBIT 2011 siehe hier).

Erste Eindrücke mit dem Vorseriengerät

Das Vorseriengerät, das ich auf der CeBIT in der Hand halten konnte, ist erfreulich kühl geblieben, zeigte aber deutliche Schwächen in Sachen Performance. So ist später auch im Video zu sehen, dass der Atom-Slate allein für den Start des Windows-Taschenrechners 1-2 Sekunden benötigt, der Wechsel zwischen der Fujitsu-Fingeroberfläche und dem Windows-Desktop ebenso, der Start eines Videos dauerte mehrere Sekunden, und es ließ sich nicht in den Vollbildmodus umschalten. Offen muss an dieser Stelle bleiben, ob es sich um eine Performance-Schwäche des Oak-Trail-Prozessors, unfertige Software oder um den Preis handelt, den man zahlen muss, wenn man eine erneuerte Netbook-Plattform mit einer voll verschlüsselten Festplatte kombiniert. Hier kann erst ein Test mit dem fertigen Gerät Aufschluss geben. Im jetzigen Zustand ist die Nutzung unzumutbar.

Vergleich mit Gegenstück von Motion Computing

Fujitsus Q550 wird direkt mit dem ähnlich ausgestatteten CL900 von Motion Computing konkurrieren. Das Slate von Motion bietet bei gleicher Intel-Plattform und Display-Größe ebenfalls bis zu 8 Stunden Laufzeit, hat im Bildschirm aber Gorilla-Glas verbaut und eine höhere interne HD-Auflösung. Zudem ist das CL900 Sturz-, Wasser- und Staubgeschützt, was sich im 80 Gramm höheren Gewicht niederschlägt. Dennoch ist das Fujitsu-Gehäuse mit 1,69 statt 1,55 cm etwas dicker. Motion verzichtet auf den bei Fujitsu mitgelieferten Digitizer-Stift. Einen Finger-optimierten Aufsatz für Windows 7 hat Motion anders als Fujitsu nicht entwickelt.

Fujitsu bietet seinen Q550 ab April “ab 699 Euro” an, Motion will 900 Euro haben. Hier muss man sich aber erst die genauen Ausstattungen anschauen. Bei der Preisgestaltung macht für die Kunden die indirekte Konkurrenz mit dem Apple iPad deutlich bemerkbar, jedenfalls bei den Atom-Slates. Wäre aber nicht verwunderlich, wenn das heute Abend vorgestellte iPad 2 heute Abend nochmal alle Planungen über den Haufen wirft.

Demo-Videos und Photos werden nachgeliefert.

Technische Daten Fujitsu Stylistic Q550

Prozessor Intel Oak Trail Atom

Betriebssystem Windows 7 Home Premium oder Professional (nur 32-Bit)

Eine mit mit 2-GB-Riegel belegte Speicherbank, keine Erweiterungsmöglichkeit (Systembeschränkung durch Intel)

Massenspeicher 32 oder 64 GB SSD (2,5 Zoll)

Kommunikation WLAN 801.11 a/b/g/n, Bluetooth, optional 3G und GPS

Matter Bildschirm 10,1 Zoll (25,7 cm) IPS-Display mit 1280×800 Bildpunkten, 400 cd/m2 Helligkeit, Dualtouch (kapazitiv für bis zu vier Finger, Digitizer-Stift), 160 Grad Blickwinkel

Anschlüsse 1x USB 2.0, 1x SD-Karte, 1x HDMI, 1xAudio, kein VGA, 1x Docking/Port Replikator

Multimedia 2 Kameras (VGA vorne, 1,3 Megapixel hinten), Mono-Lautsprecher, 2 interne Mikrophone

Akku “bis zu 8 Stunden Laufzeit lt. Datenblatt” Lithium-Ionen 2620 mAh (19Wh), 4-Zellen 5240 mAh (38Wh), 4-Zellen Lithium-Polymer 5240 mAh (38Wh),

Umgebungstemperatur (Betrieb) 5-35 Grad Celsius

Gewicht 870 Gramm

Maße 27,5×19,2×1,62 cm

Weitere Besonderheiten Computrace-Bios, integrierter SmartCard-Leser, Ersatzteile 5 Jahre lang verfügbar, weder LAN- noch Analogmodem-Anschluss, kein Schacht zum Lagern des Digitizer-Stifts

Preis je nach Ausstattung ab 699 Euro

Verfügbarkeit ca. April 2011

Zubehör Portreplikator für Strom und 4x USB

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