Apple sichert sich Markenrechte für Fahrzeuge


Der Heise-Newsticker meldet heute in Berufung auf Patently Apple, dass Apple sich seine Marke für eine große Breite an Kategorien sichern will. Was aufhorchen lässt: Zu den Kategorien gehört auch  "Fahrzeuge, elektronische Komponenten für Autos". Ein Indiz mehr, dass eines der nächsten großen Vorhaben das iAuto, der iCar oder wie auch immer sein wird. Anzeichen dafür gibt es schon länger:

* Weithin bekannt ist der Wegfall des "Computer" im Firmennamen, der seit Anfang 2007 nur noch "Apple Inc." lautet.

* Spiegel Online berichtete im August 2007 über eine Kooperation mit VW: "Ein VW-Sprecher erklärte, Apple-Primus Steve Jobs und VW-Konzernchef Martin Winterkorn hätten sich vor wenigen Tagen zu konkreten Gesprächen in Kalifornien getroffen. Weitere Gespräche seien vereinbart worden."

* Ein paar Monate im Dezember später weiß Capital, dass die "Sondierungsgespräche" über eine Kooperation "ins Stocken geraten sei" und das nach Angaben "aus Unternehmenskreisen" das Projekt wackele. Auch andere Hersteller würden Gespräche führen.

* Die "Kleine Zeitung" aus Österreich berichtete im April 2010: "Autodesigner Julian Hönig, zuvor bei Audi und Lamborghini, wechselte zu Apple." Ebenso wie mehrere Spezialisten von Segway, Hersteller eines zweirädrigen, selbstbalancierenden Elektro-Rollers. Der Ex-BMW- und -VW-Chef Pietschenrieder wird mit den Worten zititert, dass Apple ein Auto nicht im Alleingang bauen könne und eine Kooperation benötige.

Allein um die iPhone, iPod und iPad in ein Fahrzeug zu integrieren, werden diese Leute wohl eher nicht benötigt.

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Bestätigt: Apple iPad2-Event kommenden Mittwoch in San Francisco


Unsere Meldung von AllthingsD hat sich bewahrheitet, jetzt hat mit Mobile Crunch das erste Magazin die offizielle Einladung erhalten und veröffentlicht:

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Am 2. März wird Apple in San Francisco die zweite Version seines Finger-Tablets vorstellen, das Motto lautet “Come see what 2011 will be the year of.” – Komme um zu sehen, wem das Jahr 2011 gehören wird, frei übersetzt. Das Bild lädt zum Spekulieren ein, ähnelt der Bildschirmausschnitt doch dem des iPhone 4 mit Retina-Display. Die Auflösung des Bildschirm ist eines der großen Fragezeichen. Will Apple sein iPad stärker als Lesegerät für eBooks und bunte Magazine genutzt sehen, sind eine feinere Buchstabendarstellung und ein stärker abdunkelbares Display sehr vorteilhaft. Allerdings hat Macnotes in einer Twitter-Konversation darauf hingewiesen, dass die Bubbles einer der Standard-Hintergrundbilder sind – wenn sie es auch beim Launch vor einem Jahr nicht waren.

Zu den weiteren Neuerungen werden leistungsfähigere Hardware und Videokameras gehören. Weitere Überlegungen wären reine Gerüchterührerei.

Analysten prognostizieren einen Absatz von Finger-Tablets in Höhe von 45 bis 60 Millionen Stück in diesem Jahr, Apple hat allein im ersten Jahr gut 15 Millionen Stück verkauft, Samsung von seinem Galaxy Tab (ein 7-Zoll kleines Finger-Tablet mit dem Telefon-OS Android 2).

Das iPad 2 wird auf der Cebit eher nicht zu sehen sein, wohl aber u.a. bei Vodafone zwei der interessantesten Konkurrenten (zumindest bis Mittwoch Abend), das HTC Flyer (Eingabe mit Finger oder Spezialstift) sowie das Samsung Galaxy Tablet 10.1, beide basierend auf Googles Android 3.0.

Offiziell: Apple stellt iPad 2 am 2. März in San Francisco vor


Was kümmern uns Gerüchte, wenn es Fakten gibt: Kara Swisher kündigt im Digital-Journal des Wall Street Journal All Things D exklusiv Mittwoch, den 2. März als Apples Launchveranstaltung für das iPad 2 an und beruft sich dabei auf "mehrere Quellen". Stattfinden wird das ganze im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco. Also während der CeBIT in Hannover, während einer HTC-Party. Da HTC einen der interessantesten iPad(1)-Konkurrenten plant, dürfte die Reaktion dort besonders spannend sein ;)

Einladung Launch-Event

Was das iPad 2 bringt, werden wir nächste Woche wissen. Sicher sind Mehrkern- bzw. Mehr-CPU-Architektur und mehr von vielem wie Speicher und Grafikfähigkeiten. Neu werden zwei Kameras sein. Alles weitere wäre jetzt Spekulation.

Update:

Hier ein Ausschnitt der offiziellen Einladung:

Motorola Xoom: HD-Android-Slate mit 10-Zoll-Bildschirm auf der CeBIT erstmals in Deutschland zu sehen?


Eine offizielle Ankündigung oder inoffizielle Bestätigung habe ich nicht erhalten, aber aufgrund verschiedener Informationen lege ich mich jetzt mal fest: Auf der CeBIT Anfang März wird das Motorola Xoom, ein Slate-Tablet mit Android 3.0, auf den Motorola- und Telekom-Ständen erstmals in Deutschland zu sehen sein. Motorola stellt in der Tablet-Halle 19 aus, die Telekom wird in der Pressemitteilung von Motorola als einer der Launchpartner „in verschiedenen europäischen Märkten“ genannt, und es wäre sehr erstaundlich, das Gerät ausgesrechnet in Deutschland nicht zu verkaufen. Da der Verkauf bereits im April starten soll, wird es zudem höchste Zeit, es der breiteren Öffentlichkeit zu zeigen.

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Das Motorola Xoom zeichnet sich durch einen 10-Zoll-HD-Bildschirm mit einer Auflösung von 1280×800 Bildpunkten aus, verfügt über zwei Kameras, eine mit 5-Megapixel auf der Rückseite mit 720p-Videosupport sowie eine 2-Megapixel-Kamera auf der Bildschirmseite. Hinzu kommen die aus den Apple-Geräten bekannten Beigaben wir Gyroscope, Kompass, Beschleunigungssensor und Lichtsensor für die automatische Anpassung der Bildschirmhelligkeit. Ebenfalls dabei: ein Barometer.

Angetrieben wird das Finger-Tablet mit einem Zweikern-Prozessor von Nvidia (Tegra 2) mit je 1 GHz Taktfrequenz, laut Motorola für das „optimal Erlebnis von Android 3.0“, sprich Multi-Tasking (für Stift-Tablets mit Windows eine Selbstverständlichkeit). 

Android 3.0 soll für den Einsatz auf Finger-Tablets hin optimiert werden, es steckt noch in der Entwicklung, die Fertigstellung wird im Allgemeinen im April erwartet. Die Benutzeroberfläche wird mit Widgets aufgewertet, verschiedene Google-Dienste sind integriert, darunter Google Maps 5.0 mit „3D-Interaktion“.

Unklarheiten beseitigt hat jetzt Adobe hinsichtlich der offenbar nicht trivialen Implementierung des Flash Players. In seiner Pressemitteilung kündigte Motorola Flash noch an, doch neuere Meldungen stellen klar, dass Flash für alle Android 3.0-Geräte, so Adobe selbst, erst „ein paar Wochen später“ nachgeliefert werde. HP war bei seinem TouchPad-Launch bereits vorsichtig und sprach bei der Vorstellung des Slates von einer Beta-Flash-Version, die im Sommer ausgeliefert werde.

Falls sich der Wert in der Praxis bewahrheitet, kann Motorolas XOOM mit „bis zu 10 Stunden Videowiedergabe“ punkten (laut Pressemitteilung), zudem benötige das Gerät für das Aufladen nur die Hälfte der Zeit wie „andere Tablet“, womit das in dieser Hinsicht nicht gerade herausragende iPad gemeint ist.

Für das Xoom verspricht Motorola viel, nämlich eine „neue Art der mobilen Computererfahrung.“ Groß ist auch der Preis, er soll bei 700 Euro liegen. Das billigste iPad 1 kostet circa 500 Euro.

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Xoom auf der CeBIT

Stand Motorola, Halle 19, Deutsche Telekom Halle 4

Promovideo von Motorola

Geländeplan

CebitHalls2011

Technische Daten Motorola Xoom Tablet

Betriebssystem Android 3.0 (Codename “Honeycomb”, Honigwabe)

Prozessor Nvidia Tegra 2 mit 2x 1 GHz

Bildschirm 10,1-Zoll mit 1280×800-Auflösung

Arbeitsspeicher  1 GB

Massenspeicher 32 GB

Multimedia 2-Megapixel Frontkamera, 5 Megapixel-Kamera auf der Rückseite

Anschlüsse HDMI 1.4, Dock, USB 2.0

Kommunikation WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 2.1+EDR (inkl. A2DP), 3G (HSPA,HUPA)/EVDO optional

Batterie unklar, lt. Hersteller “bis zu 10 Stunden Videowiedergabe”

Gewicht 730 Gramm

Besonderheiten Gyroskop, elektronischer Kompass, Bewegunssensor, Lichtsensor

Zubehör Ladestationen mit und ohne Lautsprechern, Bluetooth-Tastatur mit “Spezialtasten” für Android, Taschen mit Aufstellfunktion

Unverbindliche Preisempfehlung 699 Euro

Zielgruppen Privatkunden

Produkt-Homepage US

HP TouchPad: Der iPad-Imitator mit WebOS kommt im Sommer – Details und Kommentar


Die Vorstellung des HP Slates mit WebOS habe ich auf dem Twitter-Account von iPadinside live begleitet, wer sie gelesen hat konnte sich womöglich wie ich des Gefühls nicht erwehren, das alles schon einmal erlebt zu haben. Indirekt wurde immer wieder der Vergleich mit dem iPad gezogen, was das künftige HP TPad TouchPad alles besser könne („true Multitasking“, Flash, USB…), dass man in einigen Monaten ein fertiges Gerät auf den Markt bringen würde. Selber Ausprobieren war im Anschluss nicht erlaubt. Fehlte eigentlich nur noch eine Windows 7-Warnmeldung auf einem Demo-Gerät und das WeTab-Gefühl wäre perfekt gewesen.

HP TouchPad Frontansicht

Aber HP und Palm sind nicht Neofonie oder 4tiitoo, sondern haben Jahrzehnte mehr an Erfahrung in Hard- und Software-Entwicklung als die WeTab-Macher. Nehmen wir das Gerät und die Plattform also Ernst, insbesondere weil HP zum Schluss der Veranstaltung noch einen Kracher parat hatte, aber dazu später mehr.

Zunächst zum Gerät und anschließend Einzelheiten zu seinem Betriebssystem. Das TouchPad von HP (Homepage derzeit hier) ähnelt nicht nur auf den ersten Blick in vielen Eigenschaften dem ersten iPad und geht, ein Jahr nach Vorstellung des erfolgreichen Finger-Tablets von Apple, teilweise darüber hinaus.

Der Bildschirm unterstützt Multitouch, ist mit 9,7 Zoll und 1024×768 genauso groß, Gewicht und Maße sind nahezu identisch (740, iPad 3G 730 Gramm), eingebaut sind WLAN 802.11b/g/n und Bluetooth (mit Stereo-Support), 16 oder 32 GB interner Flash-Speicher, sowie Beschleunigungs- und Lichtsensor. Wie beim iPad gibt es eine Variante mit 3G-Modem, die auch ein GPS-Modul enthält. Die nicht näher beschriebene Batterie verfügt über eine Kapazität von 6300 mAh (iPad: Lithium Polymer mit ca. 6600 mAh), so dass, vorsichtig geschätzt, eine Laufzeit von über acht Stunden erreichbar sein sollte. Besonders hervorgehoben hat HP die Stereo-Lautschsprecher von Beats, die bereits in anderen HP-Notebooks eingebaut hat.

Deutliche Unterschiede zeigen sich erwartungsgemäß beim Prozessor und Speicher. Das TouchPad verfügt über einen Doppel-Prozessor von Qualcomm mit je 1,2 GHz Taktung sowie über 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Hier liegen die Werte vom iPad mit 1 GHz Einzel-CPU und 256 MB RAM deutlich zurück. Aber im Sommer, wenn das TouchPad in der WLAN-Version erscheint, wird das zweite iPad der Maßstab sein, das ähnliche Werte aufweisen wird. Vorhanden ist zudem ein Micro-USB-Anschluss.

HP spendiert dem TouchPad eine 1,3 Megapixel-Kamera auf der Bildschirmseite für Video-Anrufe. Das erste iPad hat keine, das zweite wird eher eine höher auflösende Kamera haben.

Das Betriebssystem WebOS unterstützt Adobe Flash (derzeit Beta 10.1) und „echtes Multitasking“, erlaubt das Sammeln von Anwendungen in „Cards“ (Karten) genannten Stapeln, bietet „in WLAN-Umgebungen“ das Senden und Empfangen von Instant Messenges und SMS, Voice- und Video-Telefonie („in Zusammenarbeit mit Skype“).

Recht gelungen erscheinen ein Cloud-basierter Synchronisierungsdienst, der MobileMe von Apple ähnelt und Kalender, Emails und Kontakte zwischen Geräten abgleicht, an denen man sich mit einem Palm-Account angemeldet. Die Mail-App eignet sich für Exchange-, POP- und IMAP-Konten.

Nutzt man ein ebenfalls vorgestelltes Smartphone mit WebOS, kann man Webseiten-URLs, Textnachrichten und Telefonanrufe auf das TouchPad übertragen, indem man die beiden  Geräte aneinanderlegt („HP Touch To Share“). „Touchstone“ für das Aufladen durch Auflegen wird in einer aktualisierten Fassung separat verkauft werden.

Verkaufsstart erst im Sommer – Preisfrage offen

Offengeblieben sind die beiden wesentliche Fragen nach Verkaufsstart und Preis. HP spricht vom offiziell vom „Sommer“ für das TouchPad mit WLAN, Florian Müssig berichtet im Heise-Newsticker berichtet von einem „unter Hand genannten“ Launch im Juni. Die 3G-Variante soll laut HP erst „später“ erscheinen. Auch das kennt man vom ersten iPad.

Kommentar

Für ein abschließendes Urteil ist es noch viel zu früh. Die Software ist noch nicht fertig, das Gerät erst im Sommer auf dem Markt und die Konkurrenz bis dahin wesentlich größer als heute. Aus diesem Grunde, und weil man die Reaktionen in Presse und potentieller Kundschaft auswerten will, hat HP noch keinen Preis genannt.

Innovativ ist am HP TouchPad zu wenig. HP hat sich bei Gestaltung, Ausstattung und selbst der Namensgebung so sehr am iPad orientiert, daß man von einem iPad-Imitat sprechen kann. Wer sich aus grundsätzlichen Erwägungen nicht auf Apple einlassen will („goldener Käfig“), wird das TouchPad neben bis dahin verfügbaren Android-Tablets dennoch sicher in die engere Wahl ziehen – wenn es hält, was gestern versprochen worden ist.

Mehr Fragen als Antworten gibt es beim Betriebssystem WebOS. HP hat zum Abschluß Microsoft einen verbalen Schlag verpasst mit der Ankündigung, das Betriebssystem nicht nur auf Smartphones, Finger-Tablets und Druckern, sondern auch auf PCs einzusetzen. Ein Kracher, eine Nachricht mit potentiell großen Auswirkungen. HP will offenbar ähnlich wie Apple Hard- und Software sowie vom Ökosystem möglichst viel aus der eigenen Hand anbieten.

Doch HP lieferte keine tiefergehenden Informationen, so dass über Ernsthaftigkeit und Durchhaltevermögen noch nicht viel gesagt werden kann. Hat HP langfristig das Ziel, Windows zu ersetzen? Ist eine WebOS-Variante als optischer Aufsatz von Windows-Rechnern mit Touch-Unterstützung gedacht? Geht es um ein Ökosystem für Consumer oder für Business-Kunden? Spannend wird es in Betriebssystem-Welt allemale.

Palm hat auf YouTube eine Aufzeichnung der Veranstaltung veröffentlicht: