Großer Ausverkauf des WeTab bei Amazon und Otto: Vorboten der Preiskämpfe bei der iPad-Konkurrenz – oder wegen Vorbereitung auf WeTab 2?


Es wäre ja nichts Neues, wenn ein Hersteller nach einem großen CeBIT-Auftritt plötzlich in der Versenkung verschwände, ich erinnere nur an Flybook. Die Taiwanesen hatten mir gegenüber vor mehr als einem Jahr einen Nachfolger für das V5 aus der Reihe der Mini-Tablets versprochen, es sollte ein Flybook V6 kommen – mit HDMI, neuesten Intel-Prozessoren und das alles ganz “soon”, recht bald. Bis heute ist nichts draus geworden. Die Website ist lange nicht mehr aktualisiert worden. In den Jahren davor hatten die italienischen Vertriebsleute noch auf CeBIT-Riesenständen mit Schönheitswettbewerben und Modenschauen geprotzt.

Nun kostet das WeTab plötzlich nur noch die Hälfte, 250 statt 500 Euro. Angesichts des vermasselten Starts des WeTabs wird noch immer gerne gleich das Schlimmste vermutet, obwohl mit Helmut Hoffer von Ankershoffen einer der großen Schadensverursacher von Bord ist. So wird selbst in der treuen WeTab-Community das Gerücht einer WeTab-Pleite verbreitet. Doch bei WeTab versichert man mir auf Anfrage ruhig und sachlich: “Wir sind nicht pleite, uns geht es gut!”

Was ist passiert? Das 11-Zoll-Finger-Tablet WeTab kostet bei Amazon und Otto derzeit weit weniger als die ursprüngliche Preisempfehlung. Die beiden Händler liefern sich geradezu eine Preisschlacht. Meines Erachtens gilt: Der Preisverfall beim WeTab eine Anpassung an die Marktverhältnisse und ein vorzeitiger Abverkauf am Ende eines Produktzyklusses. Gleiches gilt im Übrigen für die erste Generation des Samsung Galaxy Tab. Auch diese Samsung-Tablets kosten bei weitem nicht mehr die vom Hersteller gewünschten 700 Euro.

Die Ramschaktionen von Amazon und Otto sollen auf brachiale Art die Lager leeren und senden meines Erachtens ein für alle sichtbares und aus Hersteller- und Händlersicht schockierendes Signal: Den Preisdruck, den das iPad 2 mit seinen 480 Euro für das kleinste Gerät ausgelöst hat, lassen die ersten Händler zum Preisdumping eskalieren. Die Kunden freut’s.

Und das WeTab selbst? Meine persönliche These aufgrund diverser Eindrücke und Gespräche, unter anderem auf der CeBIT Anfang des Monats: Ja, es wird ein zweites WeTab, ein WeTab 2 geben. Leichter, schneller, mit neuesten Atom-Prozessoren von Intel.  In Sachen WeTab aber werden wir in nicht allzu ferner Zeit Neues hören.

WeTab_Seitlich_Anschluesse

u.a. via Golem

Website WeTab (deutsch), WeTab (englisch), Datenblatt/Data Sheet (PDF)

Website 4tiitoo

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Infinite Problems with Authentec Biometric Fingerprint Reader AES2501 on Windows 7 SP1 and Fujitsu Lifebook P1620 Tablet PC


In case you use slipstream media to install Windows 7 SP1 integrated for a fresh new start on your Fujitsu (Siemens) Lifebook P1620, read this warning: Do NOT install the Authentec driver from Windows Update (better hover the mouse over the update, right click, choose hide update) or Fujitsu, deactivate the device in the device manager.
The longer story:

I have created a bootable USB thumb stick with Windows 7 Ultimate German x86 with integrated Service Pack 1 (using the USB/DVD Download Tool and the official ISO download from MSDN) and right after the flawless installation I visited Windows Update to update newer and install missing drivers. Among them was Authentec’s Fingerprint driver.

I installed it and the drama began, CPU went up to 100%, the system got unresponsive and the speakers started (and never stopped) to play an annoying song called “device plugged in, device removed”. After a while (remember, 100% CPU) the device manager opened and I saw an ongoing “Biometric device” being discovered and removed – even after a reboot.

I went to add/remove programs, removed Authentec’s suite, rebooted, no change.

I went to System Restore, restored the system to it’s previous state, after the successful restore and reboot – silence!

So I went to Fujitsu’s website for the P1620 (links below) and manually installed the Authentec suite for Windows 7 – that song started playing again Trauriges Smiley. Again, System Restore helped to get back to a working state.

Note that the situation has gotten worse with SP1: As reported here previously for Windows 7 RTM the drivers never worked (at least for me on my *German* Windows 7): The finger print reader simply didn’t recognize any sliding finger but at least there was no endless plug in/removal.

Drop a comment if you got your fingerprint device to work with Windows 7.

Drivers for Fujitsu Lifebook P1620

German (Notebooks – Lifebook –Lifebook P)
US (Go to Notebooks – P Series – P1620)

Authentec drivers for P1620 for Windows XP, Vista and 7 German

Details zum Lenovo ThinkPad X220t Sandy Bridge Tablet: Doch kein USB 3.0, 2-Finger-Support, Core i3 bis Core i7 zur Auswahl


Inzwischen ist das Datenblatt zum gestern vorgestellten neuen ThinkPad X220t Convertible Tablet von Lenovo bei mir eingetroffen, das für Klarheit und Ernüchterung sorgt. USB 3.0, mit dem die Doppel-Pressemitteilung für die neuen ThinkPads der X-Serie noch wirbt, bietet Lenovo ausschließlich im normalen X220-Notebook (ohne t), und auch dort nur, wenn man den Core i7 als Prozessor auswählt.

Hier nun die Features zusammengefasst:

LenovoX220t

Der IPS-“HD-Bildschirm” mit dem ungewöhnlichen Format von 12,5 Zoll ist in zwei Varianten erhältlich, jeweils in einer Leuchtstärke von 300 cd/m2 und einem Betrachtungswinkel von “fast 180 Grad”. Zur Bildschirmauflösung macht der Hersteller keine Angaben. Lenovo offeriert eine Version mit bündig abschließendem besonders widerstandsfähigem Gorilla-Glas, das Eingaben nur mit dem Digitizer-Stift erlaubt, sowie eine Version aus “Infinity-Glas” für “2-Fingertouch und 5-Fingergesten”. Ob mit letzteren Gesten das Touchpad gemeint ist, kann erst ein Praxis-Test klären. Das Touchpad hat Lenovo nach eigenen Angaben um 45% vergrößert, so dass Fingergesten zum Navigieren in Windows oder im Browser deutlich leichter fallen sollten:

LenovoX220t_Touchpad

Auf der Prozessorenseite reicht das Angebot von Core i3-2310M (2,1 GHz) über Core i5-2520M (2,5 GHz) hin zum alten Core i7-620M und dem neuen Core i7-2620M (2,7 GHz mit 4 MB L3 Cache, die anderen haben 3 MB). In Sachen Massenspeicher stehen mit 5400 U/min relativ langsam drehende 250- und 320-GB-Platten sowie 160- und 250-GB Platten mit 7200 U/min zur Auswahl. SSDs bietet Lenvovo mit Kapazitäten von 80 bis 160 GB.

Von den drei USB 2.0-Anschlüssen wird einer konstant (also auch bei ausgeschaltetem Gerät) mit Strom versorgt, was nützlich ist, um Smartphones aufzuladen.

Das 3G-Modem (HSPA) ist optional, für die Verbindung zu einem externen Monitor ist ein Displayport-Anschluss eingebaut. Das Foto oben zeigt allerdings ebenfalls einen VGA-Anschluss, so dass man einen handelsüblichen Beamer ohne weiteren Adapter anschließen können müßte.

Als Betriebssysteme kommen vorinstalliert Windows 7 Home Basic (32-bit) sowie Home Premium und Professional (jeweils 64-bit) in Frage.

Das Gewicht beträgt mit Standard-Akku 1,76 Kilogramm (4 Zellen, Laufzeit unbekannt). Ein 6-Zellen-Akku ermöglich 9 Stunden, eine Zusatzakku insgesamt 16 Stunden Laufzeit (Gewicht unbekannt).

Lenovo hebt im Datenblatt noch die Unterstützung von “acht Militärstandards bezüglich Robustheit und Zuverlässigkeit” hervor, hier ist offenbar neben der spritzwassergeschützten Tastatur ein besserer Fallschutz im Vergleich zum X201t-Tablet gemeint, von dem das X220t der Nachfolger ist.

Maße 305,0 mm x 228,7 mm x 27-31,3 mm

Datenblatt (PDF, deutsch)

Lenovo X220t: Schneller Sandy Bridge Convertible Tablet PC mit Core i7-CPU ab April in Deutschland verfügbar


Lenovo hat heute seinen ersten Sandy Bridge Convertible Tablet PC X220t angekündigt, der “ab April” für ca. 1500 Euro (netto) verfügbar sein wird. Dank schneller Komponenten dürfte er sich bis auf die Grafikleistung als Desktop-Ersatz verwenden lassen, da er (wahrscheinlich optional) über einen der schnellsten Sandy Bridge Prozessoren verfügt (Core i7) und zudem eine USB-3.0-Schnittstelle bietet. Lenovo hebt insbesondere die lange Akkulaufzeit des 12,5-Zoll-Rechners hervor, die bis zu 16 Stunden betragen soll. Mit Standard-Akku wiegt der X220t „unter 2 Kilo“. Lenovo habe zudem die Scharniere und Klappdeckel verbessert, so dass sich die Antennenleistung verbessere. Noch nicht bekannt ist, wie viele Finger gleichzeitig auf dem Bildschirm erkannt werden.

Wer einmal einen teueren Digitizer-Stift verloren hat, weiß folgendes neue Feature sehr zu schäzen: Es gibt eine Warnung, wenn man den Convertible wegtragen will, ohne das der Stift in seinem Schacht eingesteckt ist.

LenovoX220t

Eine neue Dockingstation koste 180, ein Akku (“19+”) 150 Euro (alles Nettopreise). Weitere Details wie 3G-Optionen liegen noch nicht vor und werden nachgereicht, sobald ein Datenblatt verfügbar ist. Auf der Produktseite ist derzeit noch der X201t gezeigt, dessen Nachfolger der X220t ist. Angesichts von größerem Bildschirm und leistungsfähigerer Plattform erscheint der um 200 Euro erhöhte Preis gerechtfertigt, allerdings wäre mir ein signifikante Gewichtsreduktion wichtiger gewesen.

Asus: Werbevideo des Eee Slate EP121 mit ArtRage als Malprogramm (Update)


Wer sich wundert, warum Windows-Tablets im Privateinsatz keine Megaseller sind, findet hier einen weiteren Beleg: Microsoft hat in seinem YouTube-Kanal WindowsVideos einen Werbespot von Asus veröffentlicht, in dem mit Eee Slate EP121 als Maltafel für Kinder geworben wird (siehe unten). Davon abgesehen, dass das Gerät für kleine Kinderhände eher zu groß und viel zu schwer ist (12-Zoll-Schirm und knapp 1,2 Kilo Gewicht) und der Tablet mit knapp 1000 Euro auch nicht zu den preiswerten Geräten gehört, führt das gezeigte Beispiel mit „Kindchen, mal‘ doch auf dem Tablet, dann bleiben auch die Wände daheim weiß“ ein wenig in die Irre.

Denn das gezeigte Malprogramm ArtRage liefern weder Microsoft mit Windows 7 noch Asus mit dem Eee Slate EP121 als vorinstallierte Software mit. ArtRage kostet je nach Version zwischen 16 und 70 Euro. Das Programm selbst ist ein durchaus gutes Beispiel für nützliche Stift- und Finger-Tablets und sehr zu empfehlen, da es zahlreiche Pinsel und Funktionen für Anfänger und Fortgeschrittene bietet. Zu den unterstützten Plattformen zählen neben Windows auch Mac OS X und iOS (für das iPad).

ArtRage lief auch auf dem Demogerät auf der CeBIT. Von mir darauf angesprochen, ob man es mit dem Eee Slate dazubekomme, meinte der Promoter nur etwas patzig, dass man das extra kaufen müsse. Schade, wer das Gerät später mal erwartungsvoll auspackt erlebt so unnötigerweise seine erste Enttäuschung. Wenn Microsoft und Asus ihren Job gut machen wollen, ist ein Programm wie ArtRage wenigstens in einer Demoversion vorinstalliert.

[Update]

Laut Kommentator Kai-Jürgen Lietz ist ArtRage doch vorinstalliert, weder Asus (hier die englische Produktseite) noch z.B. Amazon weisen darauf hin. Damit hat sich das mit der Irreführung erledigt, schwach bleibt, dass auf das Programm nicht hingewiesen wird.

[/Update]

ArtRage statt Paint